Venenleiden - Die Ursachen
Jeder zweite Erwachsene wird im Laufe seines Lebens, zumindest vorübergehend, mit ernsthaften Beschwerden oder Komplikationen durch ein Venenleiden konfrontiert.
Eine wahre Volkskrankheit.
Die Ursachen hierfür sind vielschichtig. Veranlagung (= Bindegewebs- oder Venenwandschwäche), Bewegungsmangel, Schwangerschaft und Übergewicht spielen eine wesentliche Rolle. Das Grundproblem entsteht aus der Tatsache, dass wir als aufrechtgehende "Zweibeiner" das verbrauchte, sauerstoffarme Blut beim Gehen nach oben pumpen müssen. Hierfür ist vorrangig die Muskulatur der Funktionseinheit Fuß-Sprunggelenk-Wadenmuskel zuständig. Besonders stark mit Venen durchsetzt ist dabei der Wadenmuskel, der sich beim Gehen mit jedem Schritt einmal vollsaugt und dann ausgepresst wird.
Wenn man berücksichtigt, dass sich diese Mechanismen für Menschen entwickelt haben, die über Millionen Jahre hinweg in zahllosen Generationen der Jäger und Sammler ihr Leben als Fußgänger verbracht haben, wird sehr schnell klar, dass wir durch unsere hochzivilisierte Lebensweise diesen Abschnitt des Kreislaufs ständig massiv überlasten. Zunehmende Überdehnung dieser Gefäße ist die Folge. Diese "Materialermüdung" erfasst im Laufe der Zeit meist alle Abschnitte des Beinvenensystems.
Besenreiser, Krampfadern, Ödeme (Schwellungen) entstehen und können eine Reihe von Komplikationen verursachen wie Venenentzündungen, Thrombosen (Blutgerinnsel), Embolien (Verstopfung der Lungengefäße), Gewebsentzündungen, Beingeschwüre. Diese Spätfolgen können in den allermeisten Fällen durch frühzeitige Behandlung und konsequente Nachsorge vermieden werden.
